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Wie nutzt du Kundenstimmen und Einwände für deine Texte?

22. Sept.
3 Min. Lesezeit

Deine besten Verkaufstexte stecken in den Sätzen deiner Kundinnen. Nutze ihre Worte, hol Kundenstimmen gezielt mit Vorher und Nachher ein und beantworte typische Einwände ehrlich, statt sie zu verschweigen. So fühlt sich deine nächste Kundin verstanden, bevor ihr euch kennt.


Wer liest und sich in den eigenen Worten wiederfindet, fühlt sich verstanden. Das ist das ganze Geheimnis. Und die Worte, die du dafür brauchst, hast du wahrscheinlich längst gehört. In Erstgesprächen, in Mails, in Nachrichten nach der Zusammenarbeit.


Gerührte Selbstständige mit blondem Bob liest am Schreibtisch eine handgeschriebene Karte ihrer Kundin

Warum sind die Worte deiner Kundinnen so wertvoll?


Fachjargon erzeugt Distanz. Deine Kundin kennt den Begriff oft gar nicht oder verbindet ihn nicht mit ihrem Problem. Sie sagt nicht „Mir fehlt eine Positionierung“. Sie sagt „Ich weiß nicht, wie ich erklären soll, was ich mache.“


Genau diese Sätze gehören in deine Texte. Notiere dir, wie Kundinnen ihre Ausgangslage beschreiben und wie sie ihr Ergebnis beschreiben. Zuhören vor Schreiben. Daraus entstehen Texte, die sich wie ein Wiedererkennen anfühlen.



Zuhören vor Schreiben.



Was macht eine gute Kundenstimme aus?


„War toll, sehr zu empfehlen!“ freut dich, aber es sagt deiner nächsten Kundin wenig. Eine Stimme mit Vorher und Nachher zeigt dagegen eine Entwicklung und wirkt dadurch glaubwürdig. Zwei ausgedachte Beispiele zeigen den Unterschied:


Allgemeine Stimme

Stimme mit Entwicklung

Super Zusammenarbeit, sehr empfehlenswert!

Vorher habe ich drei Sätze gebraucht, um mein Angebot zu erklären. Jetzt reicht einer.

Sie ist total sympathisch.

Ich hatte Angst, dass es nicht nach mir klingt. Es klingt mehr nach mir als alles, was ich selbst geschrieben habe.


Damit solche Stimmen entstehen, musst du gezielt fragen. Am besten mit einer kurzen Mail direkt nach Abschluss der Zusammenarbeit.


💡 Tipp: Drei Fragen für bessere Kundenstimmen

Frag nach der Zusammenarbeit: 1. Wie war deine Situation, bevor wir gestartet sind? 2. Was ist jetzt anders? 3. Wem würdest du mich empfehlen? Die dritte Frage liefert dir obendrein eine Beschreibung deiner Wunschkundin in den Worten einer Kundin.


Wie zeigst du Veränderung, ohne Kundinnen bloßzustellen?


Ein Vorher und Nachher funktioniert auch ohne Namen. Typisierte Beispiele zeigen das Prinzip: Vorher eine Aufzählung von Formaten statt Nutzen, Zielgruppe „alle“. Nachher ein Satz mit Zielgruppe, Anliegen und Veränderung.


Die Kernaussage dahinter: Ein Text kann inhaltlich korrekt und trotzdem wirkungslos sein. Die drei Prüffragen für einen klaren Satz lauten immer gleich: Für wen? Wobei? Mit welchem Ergebnis? Mehr dazu in Wie wirst du die erste Wahl, die man weiterempfiehlt?.


Pinnwand mit handgeschriebenen Karten und Notizen von Kundinnen in warmem Licht

Solltest du Einwände in deinen Texten ansprechen?


Ja, unbedingt. Jede Interessentin hat Bedenken. Wenn du sie nicht beantwortest, beantwortet sie sie selbst, und meistens nicht zu deinen Gunsten. Zitiere die Einwände wörtlich, damit sich deine Leserin wiedererkennt, und antworte ehrlich.


  • „Ich weiß doch eigentlich, was ich will.“ Vielleicht. Aber eigene Texte sieht man schwer objektiv. Ein Blick von außen zeigt oft, was du selbst nicht siehst.

  • „Ich bin noch nicht so weit.“ Genau dafür ist ein Kennenlerncall da. Du musst nicht fertig sein, um darüber zu sprechen.

  • „Das kann ich mir gerade nicht leisten.“ Das ist ein echter Grund. Dann lohnt sich die Frage, was dich die aktuelle Unklarheit gerade kostet, und ob ein kleinerer erster Schritt passt.


Ehrliche Antworten gestehen Berechtigtes zu. „Vielleicht“ ist manchmal das vertrauenswürdigste Wort in einem Verkaufstext.


✍️ Übung zum Selbermachen: Öffne die letzten fünf Mails oder Nachrichten von Kundinnen und Interessentinnen. Kopiere jeden Satz, in dem sie ihr Problem oder ihr Ergebnis beschreiben, in ein Dokument. Markiere die Formulierungen, die mehrfach vorkommen. Das sind deine neuen Textbausteine.

Häufige Fragen zu Kundenstimmen


Direkt nach Abschluss der Zusammenarbeit, solange die Veränderung noch frisch ist. Eine kurze Mail mit drei konkreten Fragen macht es deiner Kundin leicht.

Ja. Frag immer, ob und in welcher Form du die Stimme veröffentlichen darfst, zum Beispiel mit vollem Namen, nur mit Vornamen oder anonym.

Dorthin, wo deine Leserin gerade zweifelt. Also auf die Angebotsseite in die Nähe des Preises oder des nächsten Schritts, nicht nur auf eine eigene Referenzseite.


Willst du die Worte deiner Kundinnen nutzen?


Gemeinsam finden wir heraus, welche Sätze deiner Kundinnen in deine Texte gehören und welche Einwände du ehrlich beantworten solltest.




Claudia Raith, Marketingstrategin für selbstständige Frauen

Über die Autorin

Ich bin Claudia, Marketingstrategin mit über 15 Jahren Erfahrung. Ich begleite selbstständige Frauen dabei, ihre Positionierung zu schärfen, ihre Marke klar zu machen und ein Business aufzubauen, das wirklich trägt. Ehrlich, individuell und auf Augenhöhe.

→ So arbeite ich mit dir

 
 
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