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Wie erzählst du deine Geschichte so, dass sie Vertrauen schafft?

18. Aug.
3 Min. Lesezeit

Deine Geschichte schafft Vertrauen, wenn sie zeigt, warum du diese Arbeit machst, und wenn sie bei deiner Kundin endet. Sie muss nicht spektakulär sein, sondern ehrlich: ein prägendes Erlebnis, ein Wendepunkt und die Verbindung zu dem, was du heute für deine Kundinnen tust.


Methoden und Leistungen lassen sich kopieren. Deine Geschichte nicht. Und trotzdem verstecken viele Selbstständige sie, entweder aus Bescheidenheit oder weil sie denken, sie sei nicht interessant genug. Dabei erinnern sich Menschen an Geschichten viel leichter als an Leistungslisten.


Selbstständige mit grauen Locken blättert lächelnd in einem alten Fotoalbum und erinnert sich an ihren Weg

Warum ist deine Geschichte wichtiger als deine Leistungsliste?


Zahlen und Leistungen sind austauschbar. Dein Warum ist persönlich. Kundinnen spüren den Antrieb hinter einem Angebot, und sie vertrauen ihm eher. Eine gute Geschichte beantwortet die Frage, die sich jede Interessentin insgeheim stellt: Warum macht sie das eigentlich?



Methoden kann man kopieren. Deine Geschichte nicht.



Ist deine Über-mich-Seite ein Lebenslauf?


Das ist der häufigste Fehler: Stationen ohne roten Faden. Ausbildung, erster Job, Weiterbildung, Gründung. Das ist korrekt, aber es erzählt nichts. Deine Kundin will nicht wissen, wann du was gemacht hast. Sie will verstehen, warum dich dieser Weg zur richtigen Person für sie macht.


Ein ausgedachtes Beispiel einer Physiotherapeutin zeigt den Unterschied:

Lebenslauf

Geschichte

Ausbildung, zehn Jahre Klinik, dann eigene Praxis

In der Klinik hatte ich nie Zeit für einzelne Patientinnen. Genau das wollte ich ändern.

Zusatzqualifikation Beckenboden

Ich habe erlebt, wie viele Frauen nach der Geburt allein gelassen werden, und will das anders machen.


Wie ist eine gute Signature Story aufgebaut?


Eine Signature Story ist deine persönliche Geschichte mit einem Job: Sie soll zeigen, warum du die logische Wahl bist. Dafür braucht sie drei Bausteine:

  1. Das prägende Erlebnis: Was hat dich zu deinem Thema gebracht? Das erklärt deine Motivation und schafft Nähe.

  2. Der Wendepunkt: Wann hast du gemerkt, dass es so nicht weitergeht oder dass genau das deine Aufgabe ist? Das macht die Geschichte nachvollziehbar.

  3. Die Brücke zur Kundin: Warum führt dieser Weg zu einem Angebot, das ihr hilft? Hier endet die Geschichte, nicht bei dir.


💡 Tipp: Das Ende entscheidet

Prüfe den letzten Absatz deiner Geschichte. Endet er bei dir („… und so habe ich mich selbstständig gemacht“) oder bei deiner Kundin („… und deshalb weiß ich, wie sich das für dich anfühlt“)? Eine Geschichte ohne Bezug zur Kundin bleibt Selbstdarstellung.


Offenes Tagebuch mit altem Foto, Füller und getrockneter Rose als Bild für die eigene Geschichte

Muss deine Geschichte spektakulär sein?


Nein. Sie muss ehrlich sein und mit deinem Angebot verbunden. Keine Kundin erwartet eine Heldinnenreise mit Drama. Oft sind es kleine Momente, die am meisten berühren: ein Satz, den eine Kundin gesagt hat, ein Abend, an dem du gemerkt hast, dass es so nicht weitergeht.


Und du musst nicht alles erzählen. Private Details gehören nur dann hinein, wenn sie etwas über deine Arbeit und deine Haltung erzählen.


Wie formulierst du dein Warum?


Diese drei Fragen geben dir eine einfache Struktur:

  • Was hat dich an deinem Thema so berührt, dass du es zu deinem Beruf gemacht hast?

  • Was ärgert dich in deiner Branche, und was machst du deshalb anders?

  • Was soll sich für deine Kundinnen verändern, wenn sie mit dir arbeiten?


Verbinde dein Warum immer mit dem Ergebnis für deine Kundin, damit es nicht abstrakt bleibt. Wie deine Geschichte in Texten nach dir klingt, liest du in Wie klingen deine Verkaufstexte endlich nach dir?.


✍️ Übung zum Selbermachen: Schreib deine Geschichte in genau fünf Sätzen. Satz 1: Wo du herkommst. Satz 2: Das prägende Erlebnis. Satz 3: Der Wendepunkt. Satz 4: Was du heute machst. Satz 5: Was das für deine Kundin bedeutet. Wenn das steht, kannst du es ausbauen.

Häufige Fragen zur eigenen Geschichte


Eine kurze, persönliche Geschichte, die zeigt, warum du deine Arbeit machst und warum du für deine Kundinnen die richtige Ansprechpartnerin bist. Sie ist das Herzstück deiner Über-mich-Seite.

Auf deiner Über-mich-Seite, in einer Kurzversion auf der Startseite, in Interviews, Vorträgen und gelegentlich in Posts oder im Newsletter.

Du entscheidest, was du teilst. Erzähle nur, was dir gut tut und was etwas über deine Arbeit aussagt. Ehrlich heißt nicht vollständig.


Soll deine Geschichte endlich erzählt werden?


Viele Frauen sehen ihre eigene Geschichte nicht, weil sie mittendrin stecken. Mehr über meine eigene Geschichte und warum ich tue, was ich tue, liest du auf meiner Über-mich-Seite.




Claudia Raith, Marketingstrategin für selbstständige Frauen

Über die Autorin

Ich bin Claudia, Marketingstrategin mit über 15 Jahren Erfahrung. Ich begleite selbstständige Frauen dabei, ihre Positionierung zu schärfen, ihre Marke klar zu machen und ein Business aufzubauen, das wirklich trägt. Ehrlich, individuell und auf Augenhöhe.

→ So arbeite ich mit dir

 
 
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