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Was ich gern früher über Selbstständigkeit gewusst hätte

8. Okt.
3 Min. Lesezeit

Was ich gern früher gewusst hätte: Eine enge Zielgruppe macht dich nicht kleiner, sondern sichtbarer. Dein Preis ist Teil deiner Botschaft. Klarheit kommt vor jedem Tool. Und Unterstützung zu holen ist klug, nicht schwach. Diese Erkenntnisse begleiten mich durch über 15 Jahre im Marketing, und sie hätten mir einige Umwege erspart.


Rückblicke sind ehrlich. Man sieht, was gut lief, und genauso, wo man sich unnötig schwer getan hat. Hier sind die Gedanken, die ich heute jeder Frau mitgeben würde, die selbstständig ist oder es werden will.


Frau mit grauem Bob schreibt nachdenklich lächelnd an einem Cafefenster in ihr Journal

Warum ist eine enge Zielgruppe kein Risiko?


Die Angst ist fast immer dieselbe: Wenn ich mich festlege, verliere ich Kundinnen. In der Praxis passiert meist das Gegenteil. Wer für alle schreibt, erreicht niemanden richtig. Wer klar sagt, für wen sie da ist, wird von genau diesen Menschen erkannt und weiterempfohlen. Mehr dazu in Warum ist „für alle da sein“ der teuerste Fehler im Marketing?.


Warum ist dein Preis eine Botschaft?


Dein Preis sagt etwas über deine Arbeit, bevor du ein Wort gesagt hast. Ein zu niedriger Preis wirkt nicht großzügig, sondern lässt Zweifel aufkommen. Ein Preis, der zu deinem Wert passt und klar begründet ist, gibt Kundinnen Sicherheit. Wie du über Preise sprichst, ohne dich zu rechtfertigen, liest du in diesem Artikel zum Thema „zu teuer“.



Dein Preis spricht, bevor du sprichst.



Wann ist Unterstützung klug?


Lange dachte ich, ich müsse alles allein herausfinden. Dabei ist es kein Zeichen von Schwäche, sich Hilfe zu holen, sondern eine unternehmerische Entscheidung. Jede Stunde, die du allein im Kreis drehst, fehlt dir für deine eigentliche Arbeit.


Was darf dir egal sein?


Fast genauso wichtig wie das, was du tust, ist das, was du bewusst lässt. Meine eigene „Ist mir egal“ Liste sieht ungefähr so aus:

  • Keine Pakete von der Stange: Jedes Business ist anders, also ist jede Begleitung anders.

  • Kein Schema F: Was bei anderen funktioniert, muss nicht bei dir funktionieren.

  • Keine tanzenden Reels: Sichtbarkeit geht auch ohne Trends, die nicht zu dir passen.


Eine solche Liste entlastet enorm. Sie gibt dir die Erlaubnis, Dinge nicht zu machen, nur weil alle sie machen.


Handgeschriebener Brief mit Wachssiegel, getrockneten Rosen und Füller auf Leinen

Womit lag ich falsch?


Ich dachte lange, eine schwankende Auslastung bedeute, dass etwas nicht stimmt. Heute weiß ich: Schwankungen sind normal. Entscheidend ist, wie du mit ihnen umgehst. Dazu habe ich einen eigenen Artikel geschrieben: Wie kommst du raus aus der Akquise-Achterbahn?


Und ich habe unterschätzt, wie sehr eine klare Positionierung trägt. Sie ist kein einmaliges Projekt, sondern ein Anker. Wenn es turbulent wird, kannst du immer wieder zu ihr zurückkehren und fragen: Passt das zu dem, wofür ich stehe?


Welche drei Learnings sind mir am wichtigsten?


  1. Klarheit vor Tools. Kein Programm und keine Plattform ersetzt die Entscheidung, wofür du stehst.

  2. Die Sprache deiner Kundinnen. Die besten Texte entstehen aus den Worten, die deine Kundinnen selbst benutzen.

  3. Mut folgt aus Klarheit. Wer weiß, wofür sie steht, traut sich auch, es zu zeigen.


💡 Tipp: Dein eigener Rückblick

Nimm dir einmal im Jahr eine Stunde für die Frage: Was weiß ich heute, was ich vor einem Jahr nicht wusste? Schreib es auf. Diese Notizen sind wertvoller als jeder Kurs, weil sie aus deinem eigenen Business kommen.


✍️ Übung zum Selbermachen: Schreib deine eigene „Ist mir egal“ Liste mit drei Punkten. Was machst du im Marketing ab heute bewusst nicht mehr, weil es nicht zu dir passt? Häng die Liste sichtbar auf.

Häufige Fragen zur Selbstständigkeit


Kläre früh, für wen du da bist und welches Ergebnis du lieferst. Diese Klarheit macht jede weitere Entscheidung leichter, von den Preisen bis zur Website.

Die Erfahrung zeigt meist das Gegenteil. Eine klare Zielgruppe macht dich leichter auffindbar und empfehlbar. Du kannst trotzdem auch andere Kundinnen annehmen.

Akzeptiere, dass Schwankungen normal sind, und sorg mit klaren Texten und einem kleinen, festen Marketing Rhythmus dafür, dass die Ausschläge kleiner werden.

Nein. Wähle die Kanäle, auf denen deine Kundinnen sind und die zu dir passen. Lieber einen Kanal gut als fünf halbherzig.


Willst du dir ein paar Umwege sparen?


Erfahre mehr darüber, wer ich bin, wie ich arbeite und warum ich bewusst auf Schema F verzichte.




Claudia Raith, Marketingstrategin für selbstständige Frauen

Über die Autorin

Ich bin Claudia, Marketingstrategin mit über 15 Jahren Erfahrung. Ich begleite selbstständige Frauen dabei, ihre Positionierung zu schärfen, ihre Marke klar zu machen und ein Business aufzubauen, das wirklich trägt. Ehrlich, individuell und auf Augenhöhe.

→ So arbeite ich mit dir

 
 
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